 |
Als ich dann als "Teenie" 1973 ein damals bekanntes Collie- und Sheltie- Züchter- Ehepaar im jährlichen Wörthersee- Urlaub kennenlernte und drei Wochenlang "dog-sitter" sein durfte, wurde ich dann ganz verrückt nach Collies ... und erfuhr auch gleich, dass und warum man Hunde nur beim seriösen Züchter kaufen sollte.
Natürlich mussten sämtliche Hunde von Verwandten und Nachbarn herhalten, damit ich wenigstens Leihhunde hatte: Dackel, Großspitz, Schäferhund, Afghane, Mischlinge... Taschengeld ging oft für Collie- Postkarten und Hundebücher drauf.
Sogar mein "Trost"-Kaninchen Nicki musste dran glauben: sie schlief heimlich im Bett, kam auf Zuruf, schleppte Pantoffeln herbei und lief zur Tür, wenns klingelte - und an der Leine spazieren gingen wir natürlich auch... An eigenen Kleintieren und Fischen erprobte ich quasi meine Tierhalterqualitäten ;-)
Nach Schule, Ausbildung, Beruf, Kind, Wohnen in Grünlage am Wald, Teilzeitarbeit und durch meinen Vater, der in den Vorruhestand ging und morgens "dog-sitter" und mittags "Mama-Taxi" für Kleinkind und Hund sein wollte, wars dann endlich soweit. Meine Mutter telefonierte sogar für mich mit dem "VDH" in Dortmund und dem "Raad van Beheer" in Holland, machte - wie auch ich - Besichtigungstermine bei Züchtern in Holland und Deutschland aus ... sollte ja alles seine Ordnung haben, damit man den idealen Züchter und Welpen findet.
Das viele Telefonieren hätten wir uns sparen können - der erste Anblick von Collie-Welpen, total nette Züchter, eine ganz liebe Collie-Mutter und eine kleine Hündin, die mich aussuchte -und schliesslich nach dem Spielen auf meinem Schoß einschlief - das war sie ! Meine Lady - die Züchterin hatte Abschiedstränen in den Augen - und ich heulte vor Glück -endlich mein erster eigener Hund und sogar ein Collie ! (Wie gut, dass es damals noch Euroschecks gab ...)
Wir hatten nur etwas über fünf wunderschöne Jahre zusammen mit diesem absoluten Traumcollie. Als der Magenkrebs endlich (nach vielen Arztbesuchen) bei einer Operation entdeckt wurde, war es zu spät. Noch heute sitzt der Schock tief - deshalb kann ich heute noch nicht viel über sie schreiben oder sprechen. Sie war meine absolute Traumhündin: schön, verspielt, Wesen und Nerven ein Traum (im Gegensatz zu Sam und Quincey aber nach einem bösen Kinderstreich nicht mehr "schussfest", was Silvester stressig machte) und völlig auf mich fixiert (was manchmal ein Problem war, weil sie ihren Napf nur leerte, wenn ich da war). Ihr Vater Indy (Multi-Ch. Fabulous Boy of the Cleveland Hills)ist übrigens auch heute noch mein Schönheitsideal von einem Collie-Rüden.
Mein Vater wollte damals meine Trauer beenden - mein einziges Mitspracherecht bestand aus "keine Hündin mehr, sie hätte keine Chance gegen Lady" und "unbedingt wieder Aberthorne/Brettonpark-Vorfahren" - und so kam Sam zu uns. Er ist ein Sohn von Multi-Ch. Aberthorne Archery, seine Mutter(Grace Kayleigh of Glen Shiel) geht ebenfalls über die Cleveland Hills-Collies auf diese legendären Briten zurück.
|